Lufthansa - Absage an die Kreditkarten-Gebühr
Lufthansa plant zumindest vorerst keine zusätzlichen Entgelte. Vielmehr will der Carrier die Qualität steigern, unter anderem durch neue Kabinen für den Kont-Verkehr.
Lufthansa hat Plänen für die Einführung einer Kreditkarten-Gebühr eine Absage erteilt. Allerdings behalte sich Lufthansa vor, auf künftige Marktstandards zu reagieren. Bislang sehe man aber nur zaghafte Versuche anderer Airlines.
Zumindest vorerst haben Bogdanski und dessen Chef, Bereichsvorstand Thierry Antinori, neuen Zusatzgebühren eine deutliche Absage erteilt. Leistungen, die bereits inklusive sind, sollen dies auch bleiben, hieß es gegenüber der fvw. Allerdings prüfe man, für welche Services die Kunden bereit seien, Extra-Entgelte zu zahlen. Als Beispiele nannte Antinori den Zugang zum Internet im Flugzeug oder zu den Lounges im Flughafen.
Thierry Antinori kündigte zudem erhöhte Investitionen in die Qualität der Airline an. In den kommenden fünf Jahren werde man mehr als eine Milliarde Euro in das Produkt investieren, unter anderem in eine neue Kabinenausstattung für den Kont-Verkehr.
Im Vertrieb behält sich Antinori weitere Sparmaßnahmen vor. Potenzial gebe es in der Integration der neuen Airline-Töchter sowie in einem geänderten Vertriebsmix. Antinori bestätigte erstmals, dass Lufthansa mit seinem IT-Partner Amadeus über Direct-Connect-Anschlüsse für ausgewählte Partner an sein Online-Buchungssystem Lufthansa.com verhandelt. Offen ist allerdings, wann und welche Vertriebspartner die geforderte Schnittstelle zum internen Buchungssystem zur Verfügung steht.

