Vertriebsklima - Optimistisch in den Sommer

Im Dezember hat sich die Stimmung in den Reisebüros erneut verbessert. Der Grund: Die Nachfrage ist weiter gestiegen, vor allem für die Sommersaison. Der Winterurlaub bleibt aber weiter unter den Vorjahresergebnissen. 

 

Im kalten Dezember hat es die Kunden offenbar in die warmen Reisebüros getrieben. Der Gedanke an den Sommerurlaub beflügelt die Buchungsneigung: Laut GfK-Reisebüro-Panel entfielen bereits mehr als 60 Prozent des Umsatzes auf die Monate Mai bis Oktober 2010. Entsprechend sank das Minus dieser Abreisezeit auf 2,7 Prozent. Besonders gut gebucht sind dabei die Monate August und Oktober.

 

Das schlägt sich auch auf die Stimmung in den Reisebüros nieder, die von Dr. Fried & Partner in ihrem aktuellen Vertriebsklima-Index gemessen wurde. Fast 40 Prozent der Befragten haben im Dezember gut verkauft, und auch die künftigen Erträge werden von 34 Prozent als besser beurteilt. Jetzt liegen Umsatz-Erwartungen und die Beurteilung der momentanen Lage praktisch deckungsgleich, und zwar deutlich über dem Indexwert 100. Langsam gelangt die Branche stimmungsmäßig wieder in die Regionen von Anfang 2008.

 

Das tröstet vielleicht über die Performance des aktuellen Winters hinweg. Denn der liegt nach wie vor fast zehn Prozent unter – dem allerdings sehr guten – Vorjahr zurück. Gelitten hat vor allem der Reisemonat Dezember, und auch der April liegt wegen der Verschiebung des Osterfestes um 30 Prozent unter Vorjahr. Den Winter kann man also vermutlich abhaken. Da der Löwenanteil der Buchungen auf den Sommer entfallen, wird er kaum aufholen können.

 

 

 

 

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